Grönlandgorilla-Finn-Adler Grönlandgorilla
Finn Adler

Reisebericht Ostgrönland

Die Expedition ins Herz Ostgrönlands

Reisebericht Ostgrönland: 10 Tage Extremabenteuer

In den verborgenen Fjorden Ostgrönlands, wo Gletscher wie Wächter über die Zeit thronen, folgt Finn Adler, der „Grönlandgorilla„, dem Ruf des Wilden. Vier moderate und zwei anspruchsvolle Wanderungen, zwei Wildnistrekkings, die länger als eine Woche dauern, erwarten dich. Überquere mit uns die gewaltigen Gletscherzungen am Hunde-Fjord, tauche ein in die Geschichten des Eises im Sermilik-Fjord und lausche dem Trommeltanz und Gesang der Inuit. Dies ist nicht nur eine Reise – es ist eine Expedition in die Seele Grönlands, eine Herausforderung, die dich verändern wird. Bist du bereit für das Abenteuer?

Ostgrönland Reisebericht – Zusammenfassung

  • Wanderungen: Vier moderate (5 – 6 Stunden) und zwei anspruchsvolle (6 – 8 Stunden)
  • Wildnistrekking: Zwei ausgedehnte Routen (ca. 7 – 9 Tage)
  • Distanz: Überwindung erheblicher Entfernungen zu Fuß über unebenes, oft unwegsames Gelände
  • Höhenunterschiede: Erklimmen von steilen Passagen und Gipfeln mit beträchtlichen Höhenunterschieden
  • Gletscherüberquerungen: Navigieren auf Gletschereis, erfordert Einsatz von Steigeisen und Seilteams
  • Kajakfahrten: Enger Kontakt mit kaltem Fjordwasser, kann physisch fordernd sein
  • Wetterbedingungen: Extreme Kälte, wechselhaftes Wetter, kann die Schwierigkeit erhöhen

Ablauf der Reise

Tag 1-2

An den Ufern der Wildnis

Unsere Reise beginnt mit der Ankunft in Ostgrönland, ein Land, das so rau wie schön ist. Vier mäßig anspruchsvolle Wandertage stehen uns bevor, doch ich entscheide mich, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Unsere Route führt uns durch unberührte Landschaften, wo jeder Schritt ein Spiel mit der Natur darstellt. Wir durchqueren Ströme, deren eisige Berührungen unsere Willensstärke testen.

Tag 3-4

Wildnistrekking – Das wahre Gesicht Grönlands

Mit zwei Tagen Wildnistrekking vor uns steigt die Intensität. Die mächtigen Gletscherzungen des Hunde-Fjords sind unser erster Gegner. Wir überqueren sie, fühlen die Macht des Eises unter unseren Füßen und erheben uns über die Naturgewalten. Hier, in der Einsamkeit, sind wir nur Gäste – respektvoll und doch entschlossen, unseren Weg zu bahnen.

Grönland wandern Grönlandgorilla

Reisebericht Ostgrönland - Tag 5

Fjordwunder und Gipfelstürme

Nach einer kraftzehrenden Überquerung genießen wir das Panorama vom Ficksbjerg aus. Ein Rundumblick, der jede Anstrengung wert ist. Doch die Ruhe währt nicht lang – wir steigen hinab in den Johan-Petersen-Fjord, wo Gletscher uns neue Rätsel aufgeben. Die Größe und Stille des Eises sind überwältigend, ein Stille, die uns klein und doch lebendig fühlen lässt.

Tag 6-7:

Nähe zu Giganten

Wir setzen unser Abenteuer fort und nähern uns den gigantischen Eisbergen im Sermilik-Fjord. Auf Kajaks gleiten wir durch das kalte, klare Wasser, ein Tanz mit den Giganten, der Mut und Geschick verlangt. Wir sind Zuschauer und Teilnehmer in einem Theater, in dem die Natur die Hauptrolle spielt. Die Hoffnung war groß einen Grönlandwal zu sehen aber leider sollte es diesmal nicht sein. 

Tag 8:

In Tasiilaq – Kultur und Gemeinschaft

In Tasiilaq erfahren wir die Kultur der Inuit. Ein Trommeltanz und -gesang zieht uns in seinen Bann und verbindet uns mit der Geschichte der Menschen, die dieses Land ihr Zuhause nennen. Es ist ein Tag, der uns erdet, uns zeigt, dass das Abenteuer nicht nur in der Landschaft, sondern auch im Herzen der Gemeinschaft liegt.

Tag 9-10: Reisebericht Ostgrönland

Rückkehr und Reflektion

Die letzten Tage unserer Reise sind ein Mix aus Reflexion und Vorwärtsbewegung. Wir durchqueren Moosfelder, steigen auf grüne Hügel und blicken hinaus auf die Weite des Nordmeeres. Unsere Reise endet, doch die Erinnerungen, die wir mitnehmen, werden das Leuchten des Eises und die Wärme der Inuit-Gemeinschaft widerspiegeln.

Wir sind weit gewandert, haben die Elemente herausgefordert und uns selbst gefunden. Diese Reise ist mehr als nur ein Abenteuer; es ist eine Lebenslektion, gelehrt von den besten Lehrern – der Natur und den Menschen Ostgrönlands. Hier, im „Grönlandgorilla“-Stil, haben wir nicht nur die arktische Luft geschnuppert, sondern auch die Duftnote des Triumphes.

Meine Eindrücke

Abschluss des Grönland Reiseberichtes

Von den stürmischen Ufern des Nordmeeres bis zu den stillen Höhen unbestiegener Gipfel hat uns Ostgrönlands raue Wildnis herausgefordert und belohnt. Wir haben die tiefblauen Wasser des Sermilik-Fjords durchquert, sind über die majestätischen Gletscher des Hunde-Fjords gewandert und haben das Rundum-Panorama des Fjordsbergs genossen, das so weit das Auge reicht, unberührt und frei ist.

Die Reise – Eindrücke von Ostgrönland zusammengefasst:

  • Wildes Ostgrönland: Wir haben die erhabene Stille und die majestätischen Landschaften erlebt und respektiert.
  • Kulturelle Einblicke: Die herzliche Begegnung mit den Inuit und ihren Traditionen hat uns inspiriert.
  • Grenzen überschritten: Jeder Tag war eine neue Herausforderung, die wir mutig angenommen haben.
  • Nachhaltige Schritte: Wir haben Spuren in unseren Herzen, nicht in der Natur hinterlassen.
  • Freundschaften gebildet: Zusammen haben wir die Kraft der Gemeinschaft in der Wildnis gespürt.
  • Bis zum nächsten Abenteuer: Die Sehnsucht nach dieser unberührten Welt ruft uns schon jetzt zurück.

 

Jeder Tag bot neue Wunder – von den sanften Gesängen der Inuit, die uns in Tasiilaq empfingen, bis hin zu den schwindelerregenden Eisbergen, die wie Wächter im Meer stehen. Wir haben auf den weichen Moosfeldern des Inselssystems unsere Zelte aufgeschlagen und in der Ferne die Gletscherlandschaft am Johan-Petersen-Fjord bestaunt, die uns stets an die gewaltige Kraft der Natur erinnerte.

Mit jedem Schritt tiefer in die Wildnis fanden wir ein Stück der Stille, die so selten in unserer lauten Welt ist, und mit jeder überwundenen Herausforderung fanden wir ein Stück mehr zu uns selbst. Dieser Aktivtrip war nicht nur eine physische Prüfung unserer Ausdauer, sondern auch ein seelisches Abenteuer, das uns gelehrt hat, das hier und jetzt zu schätzen und jeden Moment in dieser unvergleichlichen Landschaft zu genießen.

Wir verlassen Ostgrönland nicht nur mit Fotos und Erinnerungen, sondern auch mit einer neuen Achtung vor der Natur und einer tiefen Dankbarkeit für die schlichte Schönheit unseres Planeten. Bis zum nächsten Mal, wenn der Ruf der Wildnis uns wieder in seine eisigen Arme nimmt.